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04.04.2016

Recht auf Bildung für schwangere Mädchen in Sierra Leone

Die Hammer Gruppe von Amnesty International macht auf die Situation schwangerer Mädchen in Sierra Leone aufmerksam und bittet die Bürgerinnen und Bürger, sich mit einer Brief- und Postkartenaktion für das Recht auf Bildung der betroffenen Mädchen einzusetzen.

Sierra Leone war seit Anfang 2014 von der bislang schwersten Ebola-Epidemie seit der Entdeckung des Virus mit über 11 300 Toten betroffen. Am 07.11.2015 wurde das Land offiziell für Ebola-frei erklärt. Während der Ebola-Krise wurden viele Kliniken, Gesundheitszentren und Apotheken geschlossen. Der Zugang zu Aufklärung, Behandlungen und Versorgung im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit war so stark eingeschränkt. Mädchen hatten kaum oder gar keinen Zugang zur Versorgung im Falle einer Vergewaltigung, nicht einmal zur Notfallverhütung, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Berichten zufolge gab es außerdem gehäuft Fälle von sexueller Gewalt während der Quarantäne-Maßnahmen.

Insgesamt sind zwar durchaus einige positive Entwicklungen zum Schutz der Frauenrechte im Land zu verzeichnen. Dennoch sind Frauen auf allen politischen Ebenen unterrepräsentiert, sexuelle Gewalt ist immer noch verbreitet, und Mädchen sind im Bildungssystem weiterhin benachteiligt.

Rechte schwangerer Mädchen in Gefahr:

Nun werden die Rechte von Mädchen in Sierra Leone durch eine politische Maßnahme ganz besonders stark missachtet: Sichtlich schwangeren Mädchen ist es nicht gestattet, reguläre Schulen zu besuchen und Prüfungen abzulegen. Nach dem Ebola-Ausbruch waren die Schulen acht Monate lang geschlossen geblieben. Ende März wurden sie wieder geöffnet und die sogenannte BECE-Prüfung (Basis Education Certificate Exam) wurde durchgeführt. Diese ist die Voraussetzung für die Aufnahme in höhere Bildungseinrichtungen. Schwangeren Mädchen wurde jedoch die Teilnahme an den Prüfungen verweigert. Nach wie vor dürfen schwangere Mädchen den regulären Unterricht nicht besuchen. Hinzu kommt, dass Mädchen erniedrigender und entwürdigender Behandlung ausgesetzt sind, indem bei ihnen an der Schule Schwangerschaftstests durchgeführt wurden. Manche Mädchen haben ihre Gesundheit aus Angst vor einer derartigen Behandlung aufs Spiel gesetzt und ihren Bauch und ihre Brüste abgeschnürt, um ihre Schwangerschaft zu verbergen. Mit diesen Verboten wird Bildung als ein Privileg behandelt, dass einem zur Bestrafung genommen werden kann, statt sie als Recht aller Kinder anzuerkennen. Zudem wird es langfristige Auswirkungen haben in einem Land, in dem nur 52 % aller Mädchen zwischen 15 und 24 Jahren lesen und schreiben können. Es erschwert Mädchen, weiterführende Bildungseinrichtungen zu besuchen oder ein sicheres Arbeitsverhältnis zu finden.

Der Infostand der Hammer Amnesty-Gruppe steht am Samstag in der Fußgängerzone / Marktplatz in der Zeit von 10.00 – 13.00 Uhr Darüber hinaus ist der Einsatz bis zum Jahresende 2016 möglich.

MIT MENSCHENRECHTEN GEGEN ARMUT

 – Wohnen in Würde

ROMA IN MIERCUREA CIUC, RUMÄNIEN
Roma sind die größte ethnische Minderheit in der EU - und leben fast überall ausgegrenzt, diskriminiert und in Armut. Ihr Zugang zu Bildung, Wohnraum, Arbeit und Gesundheitsversorgung ist eingeschränkt oder wird ihnen verwehrt. Immer wieder werden Roma-Siedlungen rechtswidrig zwangsgeräumt. Besonders prekär ist die Situation der Roma in Rumänien. Im Vergleich zu anderen Minderheiten sind Roma in Rumänien viel stärker von Armut betroffen. Die Entscheidungen der Behörden drängen sie noch weiter an den Rand der Gesellschaft: "Überall im Land werden Familien gegen ihren Willen aus ihren Häusern vertrieben. Sie verlieren aber nicht nur ihr Zuhause. Sie verlieren ihren Besitz, ihr soziales Umfeld, den Zugang zu Arbeit und staatlicher Hilfen," sagte Halya Gowan, Direktorin des Europa- und Zentralasien-Programms bei Amnesty International.
Der Fall der Roma von Mierurea Ciuc steht beispielhaft für die andauernde Diskriminierung und Ausgrenzung der Roma in Rumänien: 2004 vertrieben die Behörden von Miercurea Ciuc in Zentralrumänien mehr als 100 Roma aus einem Gebäude im Zentrum und siedelten sie außerhalb der Stadt wieder an - in Metallcontainern und in unmittelbarer Nähe einer Kläranlage. Etwa 25 Roma wollten nicht neben der Kläranlage wohnen und zogen es in ihrer Not vor, sich ein paar Kilometer davon entfernt an einer Müllhalde niederzulassen. Obwohl die verantwortlichen Behörden versprochen hatten, dass dies nur für den Übergang sei, leben die Roma-Familien immer noch unter diesen diskriminierenden und gesundheitsgefährdenden Bedingungen. Diese Zwangsräumung war nach internationalen Menschenrechtsstandards eindeutig illegal. Amnesty International fordert die rumänischen Behörden auf, rechtswidrige Zwangsräumungen von Roma zu beenden und den Betroffenen in Miercurea Ciuc endlich eine sichere und hygienisch angemessene Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

Helfen Sie den Roma in Miercurea Ciuc und in anderen Orten Rumäniens und unterschreiben Sie die u.a. Petition

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Kampagne "Einsatz für abweichende Meinung- Menschenrechtsverteidiger/innen und Freiheit der Meinungsäußerung in der Russischen Förderation".

Am 28.02/01.03 veröffentlicht die amnesty-Gruppe eine Traueranzeige anlässlich der Ermordung von Anastassija Baburowa und Stanislaw Markelow vor 40 Tagen.

Hintergrundinformationen

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Bitte unterstützen Sie unseren Appell
Einsatz für den in Haft befindlichen Subair Subairajew, der erneut Folterungen ausgesetzt ist und dem medizinische Versorgung versagt wurde.
Wir bitten Sie, einen Appell an russische Behörden zu unterstützen: Amnesty International erhält immer wieder Berichte über Misshandlungen und Folter in Hafteinrichtungen - darunter auch in Gefängniskolonien - der Russischen Föderation. Die Behörden gehen den Misshandlungs- und Foltervorwürfen jedoch häufig nicht nach und stellen die dafür Verantwortlichen auch nicht vor Gericht. Der UN-Ausschuss gegen Folter hat sich im Februar 2007 besorgt über die unzureichende medizinische Versorgung der Gefangenen in Untersuchungshafteinrichtungen und Gefängniskolonien gezeigt.

Hintergrundinformationen zu Subairajew

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